Rund um Matzen liegt ein
weinreiches Hügelland. Da erzählen sich die Bauern heute noch
von dem Höllen-Hoisl. Der war ein steinreicher Bauer. In seinem
Keller lagen schier dreihundert Fässer Wein und seine
Körnerkammern waren gesteckt voll. Weil es ihm nun so gut ging,
wollte er nicht sterben.
So saß er denn eines Tages in seinem Keller und dachte über
mancherlei Dinge nach. Da stolperte ein hagerer Fremder den Gang
herunter und klopfte dem Bauern wie einem guten Freund auf die
Schulter. “Weiß schon, was er sinnt", sagte er."
Doch wenn er will, kann ich ihm helfen!" Anfangs konnte der
Bauer vor Schreck kaum reden, dann sprachen sie aber recht
vertraulich miteinander. Sie waren handeleins geworden: Der Bauer
sollte den Gast von jedem Weine seines Kellers kosten lassen,
dafür werde dieser ihm ewiges Leben erwirken.
Sie begannen nun mit dem größten Fasse. Der Fremde legte sich
mit seinem breiten Maule über den Spund und zog in vollen Zügen
das köstliche Nass in sich, wie wenn er eine Pumpe im Leibe
gehabt hätte. Dann ging's zum zweiten. Hier war es ebenso, und
als der Bauer klopfte, klang es hohl. “Ei", dachte er
nun bei sich, “wenn der Kerl so durstig ist, will ich ihm
meinen Süffigsten geben" und er geleitete ihn zum kleinsten
Fässchen, das den “Ehrentagtrunk" barg. Daraus
süffelte nun der unheimliche Geselle einen und noch einen
Schluck, dann fiel er rücklings zu Boden. “Hahaha",
kicherte der Bauer, “der hat ihn doch gebändigt!" Er
neigte sich zu ihm herab und leuchtete ihm ins Antlitz. Hu!
Eiskalt rieselt's ihm durch Mark und Bein — ein leibhaftiger
Totenkopf! Aber kaum hat er sich von seiner Angst erholt, so
fasst er den Trunkenbold — der ist federleicht wie eine
Gliederpuppe — und stößt ihn mir nichts dir nichts zum
Fassspund hinein. Plumps und der Gast liegt drinnen. Schnell den
Zapfen drauf und eilends nach Hause.
Nun ist der Hoisl glücklich wie kein zweiter auf Erden. Es ist
ihm klar, er hat den Tod ins Weinfass gesperrt. Und seht! Jahr um
Jahr geht vorüber, der Hoisl hat einen schneeweißen Kopf und
ist steinalt! Aber auch die anderen Leute sterben nicht. Der
Menschen gibt es nun soviele, dass Korn und Wasser zu wenig wird
Jetzt erfährt der liebe Herrgott von dem Vorfalle und er sendet
seinen Engel in den Keller, damit er den Tod befreie. Kaum ist
dies geschehen, so hat der Sensenmann Arbeit über Arbeit.
Seuchen entstehen, und die Menschen fallen wie Fliegen im
Frostwetter. Der Hoisl aber bleibt verschont. Er altert immer
mehr und mehr und fällt sich und anderen zur Last. Mit dem Kreuz
auf der Brust durchwandert er den Erdball und wartet in heißer
Sehnsucht auf jenen Tag, an dem der Tod alles heimholen wird, was
da lebt auf Erden.
(Schukowitz, Zeitschrift für österr.
Volkskunde, II, 71-72; Hörler-Bolek. Sagen, Schwänke und andere
Volkserzählungen aus dem Bezirk Gänserndorf, Beiträge für den
Unterricht. Folge 20).
Der Gerichtsherr von Matzen,
der auch Todesurteile fällen und vollstrecken lassen konnte,
hielt allwöchentlich einen Gerichtstag in Spannberg ab. Sein Weg
dorthin. der heute noch Richtersteig heißt, führte vom Schloss
Matzen über den Tiergarten und der Trift zu den Drei Reis
(einer Eiche, bestehend aus drei Stämmen) und über die
Kreuzeiche und dem Glasweinkreuz nach Spannberg.
Wurde nun in Spannberg ein Angeklagter abgeurteilt, dann wurde er
zur Exekution nach Matzen gleich mitgenommen.Bis zum
Glasweinkreuz durften ihn seine nächsten Angehörigen begleiten
und ihm hier das letzte Glas Wein zum Abschied reichen.
Aber auch wenn der Kaiser Assentierung hielt und die Rekruten
einrücken mussten, begleiteten die Mädchen von Spannberg die
mit Blumen und Sträußen geschmückten Burschen bis zum
Glasweinkreuz und kredenzten ihnen hier den letzten Becher als
Abschiedstrunk.
(Rudolf Krebs; Hörler-Bolek, Sagen,
Schwänke und andere Volkserzählungen aus demBezirk
Gänserndorf, Beiträge für den Unterricht, Folge 20)
Dass der Matzner Wein überall, wo er kredenzt wird,
seinen Produzenten Ehre macht, weiß man allerorts.Da trank nun
einmal ein Marchfelder, der ein vorzüglicher Weinkenner war, in
einem Wirtshaus ein paar Gattungen verschiedener Weine. Die erste
mundete ihm trefflich. Die anderen, welche schlechter waren,
begann er übermaßen zu loben, so dass der Wirt, die
Ironie merkend, fragte, weshalb er denn die minderwertigen Sorten
so lobe, während er den "Matzner" gar nicht
gelobt habe. "Jo", entgegnete der biedere Landmann,
"dös is a so der Motznar lobt sei selba, die ondarn
tuan's nit, man muass s i e lobn!"
(Hörler-Bolek; Sagen, Schwänke und untere
Volkserzählungen aus dem Bezirk Gänserndorf; Beiträge für den
Unterricht, Folge 20)
Bei Matzen steht in einer
Steinnische eine uralte Marienstatue.Knapp dabei sprudelt eine
Bergquelle hervor.Zur Zeit der Kuruzzeneinfälle wurden hier
Landesverräter auf dem Richtplatz geköpft.
Einmal bat nun ein Gefangener, unter dem Bilde noch beten zu
dürfen. Man gestattete es ihm, und er ließ sich im Angesicht
der Bedeckung auf seine Knie nieder und faltete fromm die Hände
zum Gebete. Da geschah es, dass es wie Engelmusik durch die
Kronen der Bäume klang, es rauschte wie von Sammet und Seide und
die Gerichtsleute sahen, wie eine schöne Frau ihren
feuerstrahlenden Wundermantel um den Andächtigen warf, so dass
dieser plötzlich ihren Augen entschwand. Zugleich aber drang
Wasser aus der Felsnische, das einen himmlischen Wohlgeruch
verbreitete. Seit diesem wunderbaren Vorfalle heißt das einsame
Andachtsplätzchen die Armsünderrast, und die schwarze
Liebfrauenstatue im Stein hält das Volk für sehr wundertätig.
Schukowitz, Kriegssagen, 380-3811
Hörler-Bolek, Sagen, Schwänke und andere Volkserzählungen aus
dem Bezirk Gänserndorf; Beiträge für den Unterricht, Folge 20)
Anmerkung: Ob es sich bei dieser Sage nicht um das tirolische
Matzen dreht?
(A.Hofer).Können es dann aber andere Einfälle gewesen sein?
Sollte etwa beim “Brünndl" (Haus Wenzl, Abhang) eine
solche Statue gestanden sein? Wäre eine Verbindung zur alten
Figur im Schloss (über Kapelleneingang) möglich ?
Im Matznerwald am
„Zwergackerl" liegt ein niedriger Erdhügel. Der Sage
nach sollen hier französische Soldaten begraben liegen, welche
ein Bauer im Schlafe meuchlings getötet und heimlich verscharrt
hatte. Als seine Tat bekannt geworden war, sollte er enthauptet
werden. Man legte ihm einen eisernen Ring um den Hals und
band ihn geknebelt an die Marktsäule. Allein der Bauer
entkam auf hinterlistige Art und floh aus dem Lande. Die
Kriegszeiten waren langst vorbei, da kehrte auch der
Soldatenmörder zurück, und weil ihm der Grabhügel just bei
seinem Fruchtgrund ein Dorn im Auge war, so wollte er ihn flach
schaufeln. Aber kaum hatte er den ersten Spatenstich getan,
so stiegen aus der Grube drei hässliche Totengerippe empor, die
auf ihn losschlugen, so dass der Arme tags darauf, am ganzen
Leibe mit Wunden bedeckt, tot aufgefunden wurde. Den
Verbrecherring trug er noch um seinen Hals.
(Mailly, Niederösterreich, Sagen. Nr. 200,
386-87; Hörler-Bolek, Sagen, Schwänke und andere
Volkserzählungen aus dem Bezirk Gänserndorf, Beiträge für den
Unterricht, Folge 20)
Es war vor vielen
Jahrhunderten, als in der Nähe der "Königshut“ im
Herrschaftswalde Matzen ein alter und gebrechlicher Einsiedler in
seiner Holzhütte lebte.
Die Glocken des Kirchleins von Matzen luden zur Mitternachtsmette
ein, Auch der fromme Einsiedler wollte in die Mette
gehen. Es war eine stürmische Winternacht. Nur
mühsam, auf zwei Stöcken gestützt, schleppte sich der
Einsiedler weiter und kämpfte mit Leibeskräfen gegen den
eisigen Wind. Ein Jäger des Grafen hatte in dieser Nacht
Dienst. Von seinem Standpunkte aus bemerkte er etwas, das er für
den gefürchteten Bären hielt. Er schlich etwas näher und
legte den todbringenden Pfeil auf seine Armbrust. Der Jäger
schoss den Pfeil ab. Ein herzzerreißender Schrei, und die
Gestalt sank leblos zu Boden. Der Jäger wollte sein
"Weidmannsheil' sehen. Doch, o Schreck! es war der
fromme Einsiedler. Die Trauer über das geschehene Unglück
war groß. Zur Erinnerung an diese Begebenheit setzte die
Nachwelt an der Stelle, wo das Unglück geschah, ein
Kreuz. Seit dieser Zeit heißt dieses Kreuz
„Einsied1erkreuz“.
(Humbert Schwab; Hörler-Bolek Sagen,
Schwänke und andere Volkserzählungen aus dem Bezirk
Gänserndorf; Beitrage für den Unterricht, Folge 20)
Es war zur Zeit, als die
Schweine noch ausgetrieben wurden. Eines Tages kam der
Sauhirt betrunken nach Hause. Als man nachforschte, wo er zu
seinem Rausch gekommen sei, erkundeten die Burschen des Dorfes,
dass im Weidegebiet der "Rainthaler" ein Edelschwein
ein Fass aus der Erde gewühlt hatte, woraus sich der sonst
nüchterne Hirt betrank.
Ein anderes Edelschwein wühlte auf der Rainthal-Wiese eine
Glocke aus. Diese Glocke soll mit einem mehrspannigen
Ochsenfuhrwerk nach Hohenruppersdorf geführt worden sein, wo sie
sich bis zum Weltkrieg befand.
(Maria Stadlbacher; Hörler-Boleke Sagen,
Schwänke und andere Volkserzählungen aus dem Bezirk
Gänserndorf; Beiträge für den Unterricht, Folge 20)
In
Matzen lebte vor vielen Jahren ein reicher Schmied, der immer
schon um vier Uhr Feierabend machte, weil er den Leuten zeigen
wollte, dass er nicht von der Arbeit lebe. Eines Tages kam
nun ein mäusleinarmer Taglöhner in seine Werkstatt und begehrte
sechs Nägel, daß er den Sarg seiner toten Gattin zunageln
konne, "Ei, lass er mich jetzt in Ruh!" schrie ihn der
Meister an, "Das Nagelkästchen ist leer, und um für ihn
neue zu schmieden, bin ich zu faul. Schau er, wie er sich
helfe!“ Traurigen Herzens ging nun der Taglöhner von dannen
und kam an einem Feldkreuz vorüber, vor dem ein kleiner Knabe
saß, der mit drei rostigen Nägeln spielte. "Wo hast du
denn diese Nägel her?' fragte ihn der arme Mann. "Wo
ich sie her habe?" entgegnete das schuldlose Knäblein
gelassen. „Dem guten Heiland da hab ich sie aus dem Leibe
gezogen, weiI's mir weh tut, daß er so leidet!" "Du
bist ein gutes Kind", entgegnete der Taglöhner, "und
wirst mir diese Nagel gewiss borgen? "Warum
nicht! Nimm sie!“ antwortete der Knabe. Der arme
Mann griff darnach und eilte heim, im Herzen erfreut, als hätte
er weiß Gott was bekommen. Ihm musste wohl hiemit geholfen
worden sein, denn der Sarg wurde hinausgetragen wie jeder andere,
nur dass nicht gesungen und geblasen wurde, wie es bei den
Reichen zu geschehen pflegt. - Das Grabmal der armen
Taglöhnersfrau war schon längst verwittert, da läutete das
Zinnglöcklein der Dorfkirche auch dem Schmiede zur ewigen Ruhe.
Sie trugen ihn unter Sang und Klang in den Friedhof hinaus. -
Aber dort ruht er nicht lange, wohin sie ihn gebettet! Heute
noch zeigt man uns sein Bildnis im Friedhofstore. Der Eisenguss
stellt den hartherzigen Mann dar, wie er vor der Esse am Amboß
steht und jahraus jahrein statt auf glühendes Eisen auf seine
eigenen Finger niederhämmert. Wann er aber davon erlöst wird,
weiß niemand.
(Schukowitz, Zeitschrift fur österr.
Volkskunde, II, 267-268; Hörler-Bolek; Sagen, Schwänke und
andere Volkserzählungen aus dem Bezirk Ganserndorf;
Beiträge fur den Unterricht, Folge 20)
Wie die Matzner Breiten zu Raggendorf kamen
Auf Schloss Matzen lebte
einst Gräfin Maria Kinsky, eine leidenschaftliche Spielerin, die
sich auch nicht scheute, große Summen zu riskieren, Als sie sich
einmal auf einem Jagdausritt der Raggendorfer Grenze näherten,
trafen sie dort auf eine Jagdgruppe ihrer Nachbarn, der Ritter
Zoppel. Auch Ritter Zoppel galt als leidenschaftlicher
Kartenspieler, und er lud die Gräfin gleich zu einer Partie auf
seine Burg. Nach der Jagd begleitete dann die Gräfin den
Ritter auf seine Feste Raggendorf, die damals als die schönste
im ganzen Viertel unter dem Manhartsberg galt. Gleich kam
ein Knappe und versorgte die Pferde.
Sie traten in den Rittersaal, und ein anderer Knappe brachte Bier
für den Herren, Limonade für die Dame und natürlich auch die
Spielkarten.
Dann fingen sie an. Die Gräfin hatte mehr Glück, und Ritter
Zoppel verlor immer wieder. Allmählich wurden die Einsatze immer
höher, und die Spielleidenschaft erfasste beide immer stärker. Schließlich
setzte Maria Kinsky sogar einen Teil ihrer besten Äcker, die
"Breiten“. Das spannende Spiel um diesen hohen Einsatz
dauerte lange, aber schließlich verlor die Gräfin. Da
brach sie am Tisch zusammen.
Ritter Zoppel ließ eine Kutsche rufen und sie ins benachbarte
Schloß Matzen bringen.
Am nächsten Morgen schickte der Ritter einen Kurier nach Matzen,
der das Besitzpergament zur Unterschrift brachte. Der Kurier
preschte davon und kam schon nach einer Stunde mit schweißnassem
Pferd wieder. Er berichtete, dass die Gräfin Maria Kinsky
von ihrem Mann in den eigenen Kerker geworfen worden sei, weil
sie um die fruchtbarsten Felder gespielt und diese an Ritter
Zoppel verloren hatte.
Seit damals gehören diese Acker zum Raggendorfer Ortsgebiet und
tragen bis heute den Namen "Matzner Breiten".
Wie unsere Teufelsbrücke zu ihrem Namen kam
Im Matzner Wald ist ein
schmales Brücklein. Wenn sich dort einmal Leute treffen,
muss der eine warten, bis der andere drüben ist; und kann erst
dann seinen Weg fortsetzen.
Eines Tages regnete es sehr stark, und das kleine Tal, über das
die Brücke führt, wurde überschwemmt. Das Wasser riss
dabei die Brücke weg. Da viele Leute die Brücke brauchten,
musste man sie wieder aufbauen.
Der Bürgermeister und seine Räte beschlossen, dass der Mann,
der die Brücke in nur einer Nacht wieder erbauen kann, hundert
Taler bekomme und sein Nachfolger werden sollte.
Eines Tages meldete sich ein junger Wanderbursche beim
Bürgermeister. Er hatte einen grünen Hut auf, und eine rote
Feder war auf den Hut gesteckt. Der Bürgermeister fragte ihn,
was er wolle. Der Wanderer antwortete: "Ich habe
gehört, dass derjenige, welcher die Brücke in einer Nacht
aufbaue, 100 Täler bekomme und Bürgermeister werde. Stimmt
das?" Der Bürgermeister war erfreut, dass sich endlich
einer gefunden hate, der es versuchen wollte und antwortete:
"Ja, das stimmt." Der Wanderer, der ja der Teufel war,
sagte: "Ich will es versuchen, aber wenn ich es vollbringe,
müsst Ihr mir auch die Seele Eurer Tochter geben!" Da
erkannte auch der Bürgermeister, wen er vor sich hatte - aber er
willigte doch ein.
Am nächsten Morgen kam schon der Teufel und sagte: "Schauen
Sie sich die Brücke an!" Der Bürgermeister ging mit ihm
mit und sah mit Bestürzen die fertige Brücke. Da fing er
zu weinen an und bat den Teufel, doch einmal Erbarmen zu haben,
das Mädchen sei doch sein einziges Kind. Da meint
schließlich der Teufel: "Na gut, ich will dir gnädig sein,
aber du musst mir drei Arbeiten auftragen, und wenn ich diese
auch vollbringe, dann gehört deine Tochter doch mir." Der
Bürgermeister schaffte ihm sogleich eine Arbeit. Sie
lautete.: "Hacke jeden Baum im Wald um und pflanze dafür
junge Bäume!" Der Teufel rannte sogleich in den Wald, hieb
alle Bäume um und setzte neue ein. Dann kam er wieder zum
Bürgermeister. Der gab ihm nun den Auftrag, oben im Wald
einen Weiher anzulegen und tausend Fische darinnen schwimmen zu
lassen. Der Teufel kam bald zurück, und nun gab ihm der
Bürgermeister den Auftrag, eine Kette aus Haaren zu
schmieden. Der Teufel fuhr in die Hölle zuruck und riss
allen Hexen die Haare aus. Er setzte sich zum Feuer, um mit
dem Schmieden zu beginnen. Aber als er ein Haar mit dem anderen
zusammenschmieden wollte, brannte es ab, und er musste ein neues
nehmen. So ging das, bis er kein einziges Haar mehr hatte
und er kam nie mehr zum Bürgermeister.
So konnte dieser seine Tochter behalten. Die Brücke wurde von
nun an Teufelsbrücke genannt. Der Teufel aber schwor, nie mehr
Geschäfte mit Bürgermeistern zu machen. Ob er das gehalten hat?
(Gerhard Grün, 1a, 1974)